Alle Beiträge von Sönke Spille

2. IFA Jugendkongress in Roxbury (USA)

Im Rahmen der erfolgreichen IFA U18 Faustball-Weltmeisterschaften 2018 in Roxbury / USA fand zum zweiten Mal der IFA Jugendkongress statt. Vertreter aller anwesenden Nationen nahmen auf Einladung der IFA Jugendkommission am 2. IFA Jugendkongress teil. Themenschwerpunkte des Kongresses in Roxbury waren die Information zu den aktuellen Aktivitäten und Entwicklungen der IFA sowie die Vorstellung der neu gegründeten Faustball Akademie.

In seiner Begrüßung betonte IFA-Präsident Karl Weiss nochmals die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit den übergeordneten Sportverbänden im Hinblick auf die angestrebte IOC-Anerkennung. Im Anschluss informierte Christoph Oberlehner als IFA-Geschäftsführer über die aktuellen Entwicklungen der IFA. In sportlicher Hinsicht ist die erstmalige Durchführung eines Frauen-Wettbewerbs im Rahmen der kommenden World Games in Birmingham / Alabama / USA ein großer Erfolg. Die Verstärkung der Medienpräsenz von Faustball über die verschiedenen Kanälen sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den übergeordneten Sportverbänden waren Schwerpunkte der IFA-Aktivitäten. Darüber hinaus arbeiten die Kommissionen der IFA zusammen an neuen Projekten und der Entwicklung nachhaltiger und zukunftsorientierter Konzepte zur Förderung und Verbreitung des Faustballsports.

Eines dieser Projekte ist die Entwicklungen der neu gegründeten Faustball Akademie. Uwe Schneider als Leiter der IFA Jugendkommission präsentierte die Inhalte, Ziele und den geplanten Aufbau der Faustball Akademie. Die Gründung der Faustball Akademie ist eingebettet in die zahlreichen Veränderungen und neuen Strukturen der IFA. Ziel der Faustball Akademie ist es, den Austausch in den Bereichen von Wissen, Bildung und Kommunikation in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsnationen der IFA zu fördern und neue Impulse für die zukünftige weltweite Entwicklung des Faustballsports zu ermögli chen und zu unterstützen. Hierfür sollen Wissens-, Informations- und Bildungsangebote allen Beteiligten in einer klaren Struktur dargestellt werden. Wissen und Informationen sollen gesammelt, neu erarbeitet und ausgetauscht werden können, um die Inhalte auf einer Online-Plattform zur Verfügung zu stellen. Weiterhin soll die Ausbildung von Spielern, Trainern, Lehrern, Schiedsrichtern, Sportwissenschaftlern oder Offiziellen durch die Erarbeitung von Schulungsmodulen unterstützt und durch praxisorientierte Veranstaltungen verbessert werden. Ergänzend soll die Kommunikation zwischen den Verbänden über das Medium der Faustball Akademie gesteigert und der Dialog zur Kooperationen und zu Synergien führen. Die Präsentation ist zu finden unter https://www.ifa-fistball.com/praesentationen/

Alle Anwesenden und alle in der IFA organisierten Nationen wurden aufgerufen, ihre Ideen und Konzepte für die Weiterentwicklung des Faustballsports im Jugendbereich der Kommission mitzuteilen und den Aufbau der Faustball Akademie hiermit zu unterstützen. Zum Abschluss des Kongresses wurde nochmals der Vorschlag für eine Reduzierung der Ballgewichte in den Altersklassen U14 und U16 diskutiert. Das Ergebnis der erneuter Befragung der Mitgliedsnationen wird in der Beschlussfassung Berücksichtigung finden.

Auch im Rahmen der kommenden IFA U 18 Faustball-Weltmeisterschaften wird ein Jugendkongress stattfinden, zu dem die IFA Jugendkommission bereits jetzt einlädt.

IFA Jugendkongress 2018 Protokoll

Vorstellung der Faustball Akademie in Adelmannsfelden

Im Rahmen der diesjährigen Faustball Europameisterschaft in Adelmannsfelden stellte die International Fistball Association erstmalig ihr Konzept der neu gegründeten IFA „Faustball Akademie “ vor .
Uwe Schneider als Leiter der Jugendkommission präsentierte den Anwesenden aus zahlreichen Nationen die Inhalte, Ziele und den geplanten Aufbau der Faustball Akademie.

Die Aufgabe der International Fistball Association (IFA) ist es, den Faustballsport in die Zukunft zu führen.
Mit der Entwicklung nachhaltiger und zukunftsorientierter Konzepte sollen hierfür die Voraussetzungen geschaffen werden.
Ein Baustein ist das neue Format und Netzwerk der Faustball Akademie.

Ziel der IFA Faustball Akademie ist es, den Austausch in den Bereichen von Wissen, Bildung und Kommunikation in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsnationen der IFA zu fördern und neue Impulse für die zukünftige weltweite Entwicklung des Faustballsports zu ermögli chen und zu unterstützen. Hierfür sollen das Wissens-, Informations- und Bildungsangebot allen Beteiligten in einer klaren Struktur zur Verfügung gestellt werden. Wissen und Informationen sollen gesammelt, erarbeitet und ausgetauscht werden können, um sie auf einer Online-Plattform zur Verfügung zu stellen. Weiterhin soll die Ausbildung von Spielern, Trainern, Lehrern, Schiedsrichtern, Sportwissenschaftlern oder Offiziellen durch die Erarbeitung von Schulungsmodulen unterstützt und durch praxisorientierte Veranstaltungen optimiert werden. Ergänzend soll die Kommunikation zwischen den Verbänden über das Medium der Faustball Akademie verbessert und der Dialog zur Kooperationen und zu Synergien führen. Uwe Schneider berichtete darüber , dass bereits im Rahmen der Jugend-WM in Roxbury und der Frau en -WM in Linz erfolgreich erste Projekte der Faustball Akademie umgesetzt wurden.

In den kommenden Wochen sollen die Arbeitsgruppen für die anstehenden Projekte besetzt und die für den Aufbau erforderlichen Strukturen geschaffen werden.
Weitere Informationen über die Faustball-Akademie sind zu finden unter: Akademie Präsentationen

Die Gründung der IFA Faustball Akademie ist eingebettet in die zahlreichen Veränderungen und neuen Strukturen der IFA. Aus diesem Grunde wurde die Präsentation begleitet durch Jörn Verleger als Generalsekretär der IFA, der ergänzend über die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen der IFA informierte. Hierbei betonte er die Wichtigkeit der strukturellen Veränderungen innerhalb des Verbandes der IFA und die Zusammenarbeit mit anderen übergeordneten Sportverbänden im Hinblick auf die angestrebte IOC-Anerkennung. Die IOC-Anerkennung von Faustball als Leistungssport bietet die Voraussetzung für Möglichkeiten auf finanzielle Unterstützungen und Förderung seitens der nationalen Sportverbände und anderer staatlichen Stellen. Somit ist die Anerkennung für eine weiterführende Entwicklung und Verbreitung von Faustball in allen Ländern von großer Bedeutung.

Mit einer kurzen Diskussion sowie dem Aufruf zur Unterstützung und Mitarbeit beim Aufbau der Faustball Akademie ging ein informativer Abend zu Ende.

IFA Faustball Akademie mit Training in Linz

Auch im Rahmen der Frauen Weltmeisterschaften in Linz / Österreich hatte die neu gegründete IFA Faustball Akademie eine besondere Maßnahme als ergänzendes Event organisiert. Dieses mal hatte die Akademie zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften eine Trainings- und Ausbildungseinheit angeboten speziell für die Nationen, die sich noch im Aufbau befinden und über wenig Erfahrung verfügen. Mit Neuseeland, Serbien, Belgien und Polen, die allesamt erstmalig an einer WM teilnahmen, hatten gleich 4 Teams dieses Angebot angenommen.

Nach dem Treffen mit den Spielerinnen und Betreuern, in dem die Wünsche und Erwartungen der einzelnen Teams an das Training besprochen wurde, ging es bei sommerlichen Temperaturen auf die Spielfelder. Schon die Spiele zum Aufwärmen sorgten für eine Menge Spaß unter den Spielerinnen. Mit Unterstützung von Ernst Almhofer – als Nachwuchskoordinator verantwortlich für den Bereich Schulsport beim Österreichischen Faustball Bund – wurden die Basistechniken spielerisch und individuell mit verschiedenen Trainingsübungen verfeinert.
Am Ende der zweistündigen Trainingseinheit stand noch ein Kleinfeldturnier auf dem Programm.

Das Training war für alle Beteiligten ein voller Erfolg und für die Spielerinnen eine gute Vorbereitung auf die anstehende Weltmeisterschaft. Die Teams hatten viel Spaß und waren mit großer Begeisterung das angebotene Training angenommen. Das Team aus Belgien hat sogar noch im Laufe der WM eine weitere Trainingseinheit absolviert. Team Neuseeland belegte am Ende Platz 9 und holte sich den Presidents Cup, Serbien wurde im Spiel um Platz 7 nur knapp von Italien geschlagen, Polen landete sensationell auf Platz 6.

Wir hoffen sehr, dass wir diese Mannschaften bei der nächsten WM – und vielleicht auch wieder zu einer weiteren Trainingseinheit der IFA Faustball Akademie – begrüßen können…

IFA Faustball Akademie mit Training in Roxbury

Xavier ist das Trikot mit der Nr 1 der amerikanischen Faustball-Nationalmannschaft noch viel zu groß.
Kein Wunder – denn Xavier ist gerade mal 6 Jahre alt.
Aber seit er das erste Mal Faustball gesehen und selbst gespielt hat, möchte er diese Sportart nun erlernen.
Im Rahmen der U 18 Weltmeisterschaften in Roxbury hatte die neu gegründete IFA Faustball Akademie einen Fun-court aufgebaut.
Unter dem Motto „Spaß mit Faustball“ sollte die Möglichkeit speziell für Kinder unter 10 Jahren geboten werden, den Faustball-Sport mit seinen grundlegenden Regeln und Techniken kennen zu lernen sowie erste Erfahrungen zu sammeln.
Xavier war einer der kleinen Teilnehmer dieser Akademie-Maßnahme, hatte vorher noch nie Faustball gesehen.
Er war sofort mit Eifer dabei und kann seitdem nicht genug Training bekommen.
Nun trainiert er bereits seit 2 Wochen unter der Leitung des Präsidenten der US Fistball Association, Bob Feid, auf der Club-Anlage des Swim and Sports Club in Flanders.
Wer weiß, vielleicht sehen wir Xavier alle in ein paar Jahren wieder – wenn ihm das Trikot der amerikanischen Nationalmannschaft dann passt …

Deutschland krönt sich erneut zum Weltmeister

Die Deutsche Faustball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei den Weltmeisterschaften in Linz ihren Titel verteidigt. Im Finale gewann das Team von Bundestrainerin Silke Eber am Samstagabend vor 2000 Zuschauern in der ÖBV-Arena mit 4:1 gegen die Schweiz. Bronze sicherte sich Brasilien mit einem 4:0-Erfolg gegen Gastgeber Österreich.

Die Schweiz lieferte sich mit dem deutschen Team dabei besonders in den ersten beiden Sätze ein enges Duell. Im ersten Abschnitt lagen beide Mannschaften bis zum 9:9 gleichauf, dann punkteten die beiden deutschen Angreiferinnen Sonja Pfrommer und Stephanie Dannecker zur Satzführung. Danach waren es aber die Herausforderinnen aus der Schweiz, die sich, auch dank deutscher Eigenfehler, auf 9:3 absetzten. Doch Deutschland bewies Moral, wehrte zunächst drei Satzbälle ab und glich zum 10:10 aus. Am Ende entschied ein Ausball von Sonja Pfrommer aber zum 1:1-Satzausgleich. Im weiteren Verlauf zeigten beide Mannschaften gerade in der Abwehr immer wieder tolle Aktionen, die Schweiz hielt die Sätze zwar häufig bis zur Satzmitte offen, dann aber machte häufig Deutschland die entscheidenden Punkte. Auch die Einwechslung von Janine Stoob im Schweizer Angriff zeigte nicht die gewünschte Wirkung – Deutschland holte sich mit 4:1 den bereits dritten WM-Titel in Folge. “Es fühlt sich unglaublich an, den Titel verteidigt zu haben. Ich kann es immer noch nicht fassen”, sagte Anna-Lisa Aldinger, die bereits vor zwei Jahren im WM-Kader stand. “Ich glaube, ich muss mir alles erstmal noch einmal durch den Kopf gehen lassen, und dann kann ich’s vielleicht irgendwann einmal begreifen.” Tanja Bognar, die im Schweizer Angriff eine tolle Weltmeisterschaft spielte, war die Enttäuschung nach der Niederlage anzumerken: “Ich denke, wenn man im Finale steht, will man auch gewinnen”, sagte sie. “Wir sind enttäuscht, dass wir den Weltmeister nicht geschlagen haben. Aber wir sind seit 2002 nicht mehr im Finale gewesen, und darauf können wir stolz sein.”

Mit der Bronzemedaille wird die Brasilianische Mannschaft die Heimreise antreten. Gegen Gastgeber Österreich gewann die Seleção glatt in vier Sätzen und holte sich damit bei der achten WM-Teilnahme die siebte Medaille.
Nach einem ausgeglichenen Auftakt im ersten Satz übernahm Brasilien immer mehr die Kontrolle des Spiels. Auch bedingt durch Österreichische Eigenfehler gingen die Südamerikanerinnen mit einer 2:0-Satzführung in den dritten Durchgang. Hier hatte Team Austria dann die große Möglichkeit, die Begegnung noch einmal spannend zu machen. Doch eine 9:7-Führung brachte die Mannschaft von Nationaltrainer Christian Zöttl nicht ins Ziel. Beim Stand von 14:14 servierte Österreichs Angreiferin Ines Mayer ihre Angabe in die Leine. “In den entscheidenden Phasen konnten wir die Punkte einfach nicht machen”, sagte Österreichs Zuspielerin Verena Hieslmair. Auch im vierten Satz konnte ihr Team die Wende nicht mehr einleiten. Zwar wehrte Ines Mayer den ersten brasilianischen Matchball noch ab, dann punktete Tatiane Schneider mit einem halblang gespielten Ball zum 11:9 und zum Bronzemedaillengewinn für ihr Team. “Wir sind glücklich und zufrieden mit der mannschaftlichen Leistung”, sagte Brasiliens Angreiferin Isabella Lucchin, die, an der Seite von Tatiane Schneider, eine tolle Weltmeisterschaft spielte. “Aber wir wollten natürlich mehr”, spielte sie auf die knappe Halbfinalniederlage gegen Deutschland am Vortag an. Bei Österreich ging nach dem verlorenen Spiel der Blick bereits nach vorne. “Es war ein großartiges Gefühl, vor diesen Fans auf dem Platz zu stehen”, sagte Captain Karin Kempinger. “Wir sind noch eine junge Truppe, in der Zukunft wird man sicher noch viel von uns hören.”

Hinter den vier Top-Nationen platzierte sich Argentinien mit einem 3:0-Erfolg gegen WM-Newcomer Polen auf dem fünften Rang. Platz sieben ging an Italien, vor Serbien. Den erstmalig ausgetragenen President´s Cup gewann Neuseeland mit 3:0 gegen Tschechien, Belgien schließt das erste WM-Turnier auf dem elften Platz ab.

Schweiz beendet Österreichs Titelträume – Deutschland mit Mühe im Finale

Das österreichische Faustball Frauen Nationalteam unterliegt vor 1.600 Fans in der ÖBV-Arena der Schweiz in einem dramatischen Match mit 2:3 in Sätzen. Damit ist der Traum vom ersten WM-Titel ausgeträumt und die Eidgenossen stehen nach 16 Jahren Pause wieder im Endspiel. Ebenfalls im Finale steht Rekordweltmeister Deutschland der Brasilien in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Match mit 3:2 besiegt.
Schweiz besiegt Österreich in Halbfinal-Krimi
Die Schweiz, angeführt von Angreiferin Tanja Bognar, hat im Semifinale gegen Österreich hart zu kämpfen. In einem Match auf weltklasse-Niveau kann sich zu Beginn keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erst im dritten Satz kann die Schweiz mit Risiko im Angriffsspiel das Ruder an sich reißen und mit 8:3 davonziehen. Eine Aufholjagd der Österreicherinnen kommt zu spät und der Satz geht mit 11:7 an die Schweiz. Österreich-Coach Christian Zöttl findet in der folgenden Satzpause die richtigen Worte, um seine Spielerinnen zu motivieren. Wie aus der Pistole geschossen zieht Team Rot-Weiß-Rot im vierten Satz davon und erzwingt mit dem 11:3 Satzerfolg einen Entscheidungsdurchgang.
In einer Nervenschlacht sichert sich schlussendlich die Schweiz mit 11:6 im 5. Satz den Einzug ins WM-Finale. „Die Atmosphäre hier ist einfach super gewesen. Der Großteil der Fans hat natürlich für Österreich unterstützt. Das hat uns aber nicht aus dem Konzept gebracht und wir sind einfach nur überglücklich“ , freut sich die Schweizer Abwehrspielerin Katrin Lüchinger über den Finaleinzug. „Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft und viele Angriffspunkte erzielt. Im entscheidenden Moment sind uns dann unnötige Fehler unterlaufen die uns das Match gekostet haben“, analysiert Österreichs Jana Pinsker die schmerzliche Niederlage.
Neuauflage des WM-Finales geht wieder an Deutschland
Deutschland gegen Brasilien, ein Duell das für Faustballsport der Extraklasse steht. Bei der letzten WM 2016 in Curitiba (BRA) standen sich die beiden Mannschaften im Finale gegen über. Damals und heute heißt der Sieger Deutschland.
Lange Ballwechsel und tolle Abwehraktionen prägen das gesamte Match in dem sich keines der beiden Teams entscheiden absetzten kann und so muss auch dieses Spiel im Entscheidungssatz nachdem Deutschland zweimal in Führung ging mit Siegen jeweils in der Verlängerung und Brasilien mit klaren Satzgewinnen jeweils den Ausgleich schaffte. Bei Deutschland avancierte die erst 18-jährige Svenja Schröder bei Ihrem ersten Großevent zur Matchwinnerin für die Deutschen.
„Es war ein unglaubliches Spiel und wir sind unglaublich glücklich, dass wir es erneut ins Finale geschafft haben” sagt Deutschland-Angreiferin Stephanie Dannecker zum erneuten Finaleinzug. „Die nächsten Stunden gilt es jetzt zu regenerieren, damit wir morgen alle fit ins Spiel gegen die Schweiz starten können.”
„Wir haben unsere Taktik nicht in allen Sätzen umsetzten und somit sind wir zunehmend unter Druck geraten. Ich bin sehr stolz auf unsere Defensive, die haben wirklich sehr gut gespielt. Gratulation an Deutschland zum Sieg unser Fokus liegt nun auf dem Spiel um Bronze“, so der enttäuschte Co-Trainer von Brasilien, Sergio Müller

Das Finale Deutschland gegen die Schweiz wird morgen um 18:00 in Linz in Linz angepfiffen. ORF Sport + überträgt bereits ab 15:50 live das Spiel um Bronze zwischen Österreich und Brasilien.

Ergebnisse Halbfinale:
Österreich – Schweiz 2:3 (09:11, 11:07, 07:11, 11:03, 06:11)
Deutschland – Brasilien 3:2 (12:10, 05:11, 12:10, 08:11, 11:07)

Österreich und Deutschland stehen im WM-Halbfinale

Die Frauen-Nationalteams aus Österreich und Deutschland stehen als erste beiden Halbfinalisten der WM in Linz fest. Im Viertelfinale der Double Elimination setzten sich Gastgeber und Titelverteidiger in zwei spannenden Begegnungen durch.

Es war sicherlich das beste Spiel des bisherigen Turniers: In einem umkämpften Duell setzte sich Österreich mit 3:1 (11:8, 11:9, 9:11, 15:14) gegen die bis dahin ungeschlagenen Brasilianerinnen durch und revanchierte sich für die Niederlage in der Vorrunde. Dort hatten die Gastgeberinnen nur im ersten Satz mithalten können. Am frühen Donnerstagabend war aber Rot-Weiß-Rot tonangebend. Angeführt von einer überragenden Ines Mayer im Angriff legte Österreich auf dem nassen Boden der ÖBV-Arena mit einer 2:0-Satzführung vor. “Wir haben uns heute sehr gut auf die Brasilianerinnen eingestelt, vorher schon Analysen gemacht, um die Schläge in den Griff zu bekommen”, sagte Österreichs Zuspielerin Teresa Pichler. Brasilien, vor zwei Jahren noch Finalist, schaffte es im Anschluss aber auf 1:2 zu verkürzen. Nichts für schwache Nerven war dann der vierte Abschnitt. Immer wieder wechselte die Führung, keines der beiden Top-Teams konnte sich absetzen. Um die hart geschlagenen Bälle von Brasiliens Tatiane Schneider in den Griff zu bekommen, beorderte Austria-Coach Christian Zöttl bei gegnerischer Angabe seine Zuspielerin Teresa Pichler zurück auf die Grundlinie. Bis zum 14:14 ließ sich Schneider davon aber wenig beeindrucken. Dann aber war ein Ball von Ines Mayer nicht mehr abzuwehren – mit 15:14 machte Österreich den Halbfinaleinzug perfekt und ließ sich von den begeisterten Fans auf den Tribünen feiern. “Es ist heute einfach alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben und wir freuen uns einfach wahnsinnig”, jubelte Teresa Pichler.

Gemeinsam mit Österreich kann auch Titelverteidiger Deutschland für das Halbfinale planen. Mit einem 3:0 gegegen die Schweiz setzte die Mannschaft von Bundestrainerin Silke Eber ihre Siegesserie fort. Die ersten beiden Sätze waren umkämpft. Auf Schweizer Seite zeigte Tanja Bognar mit ihren Angaben erneut eine starke Leistung. Im ersten Satz hatte der Bronzemedaillengewinner der vergangenen WM in Curitiba sogar zwei Satzbälle, ehe Svenja Schröder mit einem Punkt über Tanja Bognar in Satzführung brachte (15:14) und im zweiten den Vorsprung auf 2:0 ausbaute (11:9). Im dritten Abschnitt ließen Nationaltrainer auf beiden Seiten viel rotieren, ein flüssiges Spiel kam nur noch selten zustande. Ein Schweizer Ausball sorgte für die Entscheidung (11:5). “Der Sieg heute gegen die Schweiz war sehr, sehr wichtig um morgen Kräfte zu sparen”, sagte Abwehrspielerin Annika Bösch, die mit ihrem Team bei dieser WM noch ohne Satzverlust ist. “Es war das erste Spiel in dem wir richtig Gegenwehr hatten. Durch den Sieg konnten wir weiter Selbstvertrauen tanken.”

Brasilien und die Schweiz haben sich trotz ihrer Niederlagen noch nicht aus dem Titelrennen verabschiedet. In der Double Elimination trifft Brasilien auf Newcomer Polen, die mit ihrem Sieg gegen Italien für die erste Überraschung im Turnier gesorgt hatten. Die Schweiz bekommt es mit Argentinien zu tun. Die Sieger aus diesen Begegnungen qualifizieren sich dann ebenfalls für die Halbfinals.

Beginnen wird der vierte Wettkampftag am Freitag um 9.15 Uhr mit dem President´s Cup. Neuseeland, Belgien und Tschechien stehen sich hier gegenüber. Um 11.45 Uhr geht es dann gleich doppelt um den Halbfinaleinzug, ehe sich Serbien und Italien im Spiel um den siebten Platz gegenüber stehen. Für die junge Serbische Mannschaft ist dies ein großer Erfolg. “Wir sind sehr zufrieden”, sagte Co-Trainer Edi Hagen. “Das Team ist mit großer Begeisterung und Motivation dabei. Wir haben eine sehr junge Auswahl die nun ihre erste Turniererfahrung sammelt auf der wir in der Zukunft aufbauen können. Zum Ziel hatten wir uns gesetzt unter die besten Acht zu kommen. Das haben wir nun erreicht. Jeder weitere Platz nach vorne wäre natürlich super.”

Österreich spielt um 16.30 Uhr sein Halbfinale gegen den Sieger aus der Partie Argentinien/Schweiz. Deutschland schließt dann den vorletzten WM-Tag gegen Brasilien oder Polen ab.

Brasilien und Deutschland gewinnen ihre Vorrundengruppen

Die beiden Top-Favoriten auf den WM-Titel sind ungeschlagen durch die Vorrunde marschiert. Deutschland und Brasilien gewannen auch am zweiten Wettkampftag in der Linzer ÖBV-Arena ihre Begegnungen ohne Satzverlust und untermauerten damit ihre Favoritenstellung.

Nach dem 2:0-Erfolg gegen Österreich am Vortag blieb die Seleção auch im zweiten Top-Spiel gegen die Schweiz konzentriert. Tatiane Schneider und Isabella Lucchin überzeugten in der Offensive, die Schweizer Bemühungen wurden im Keim erstickt. Kurz nach der Niederlage war das Swiss-Team dann im Kampf um den zweiten Tabellenplatz gegen Österreich gefordert – mit Erfolg. Nach einem engen ersten Satz machte die Schweiz im zweiten alles klar und verwies den Gastgeber auf Rang drei. Dahinter platziert sich Newcomer Neuseeland. Die Mannschaft, gecoacht von der Österreicherin Birgit Kempinger, feierte gegen den Fünftplatzierten Belgien den ersten WM-Sieg ihrer Historie. “Es ist so aufregend, dass wir unser erstes Spiel gewonnen haben”, sagte Angreiferin Melanie Vannoort nach dem deutlichen Erfolg. “Der Sieg war eine tolle Erfahrung und wir freuen uns schon auf die nächsten starken Gegner.”

Mit einer beeindruckenden Bilanz ohne Satzverlust und einem Ballverältnis von 110:29 marschiert Titelverteidiger Deutschland in Richtung Double Elimination. Im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg, gegen die bis dato ebenfalls ungeschlagenen Argentinierinnen, ließ die Mannschaft von Bundestrainer Silke Eber in einigen Phasen schon einmal die vorhandene Klasse aufblitzen. Hinter Deutschland und Argentinien platzierte sich Italien auf Rang drei, vor den Newcomern aus Serbien und Polen. Dem Serbischen Team gelang mit einer überzeugenden Vorstellung gegen Tschechien der zweite Sieg im Turnier, Polen holte gegen die Tschechen den ersten WM-Sieg überhaupt. “Wir haben mit zu viel Nervosität den ersten Satz begonnen und zu viele Eigenfehler gemacht”, analysierte Kapitänin Dominika Frydrych den nur knapp gewonnenen ersten Abschnitt. “Es war im Prinzip der schlechteste Satz den wir hier gespielt haben. Im zweiten konnten wir dann überzeugen. Jetzt freuen wir uns auf die weiteren Spiele”, blickt Frydrych, die bei der FG Grieskirchen/Pötting in Österreich aktiv ist, gespannt auf die kommenden Aufgaben.

Bei der IFA Faustball-Weltmeisterschaft der Frauen geht es bereits am Donnerstagmorgen mit den Qualifikationsspielen für die Double Elimination zwischen Serbien und Belgien sowie Neuseeland gegen Polen weiter. Ab 17 Uhr starten dann die ersten beiden Viertelfinals.

Favoriten starten erfolgreich in Frauen-WM

Souveräner Auftakt für die Top-Teams bei den Frauen-Weltmeisterschaften in Linz: Am ersten Wettkampftag gewannen die favorisierten Mannschaften ihre Begegnungen.

Titelverteidiger Deutschland präsentierte sich in Gruppe B gegen chancenlose Gegner in der Abwehr souverän, ließ in beiden Auftritten gegen Tschechien und Italien gerade einmal acht Punkte zu.
Argentinien ist nach Siegen gegen die europäischen Teams Tschechien (2:0) und Serbien (2:1) ebenfalls ungeschlagen und platziert sich hinter Deutschland auf Rang zwei.
Auch die Schweiz startete erfolgreich – ohne sich groß strecken müssen – gegen die beiden DM-Neulinge Belgien und Neuseeland, hat vor dem zweiten Wettkampftag ein Ballverhältnis von 44:6. Hier warten dann aber mit Brasilien und Österreich die ersten harten Brocken – die sich am Dienstagabend im direkten Duell ein packendes Spiel lieferten. Österreich lag im ersten Abschnitt lange Zeit in Front – am Ende holten sich aber die Südamerikanerinnen den Sieg. “Es war ein tolles Match, vor allem im ersten Satz”, sagte Katharina Lackinger aus dem Österreichischen Team. “Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen und beide Mannschaften haben ihre Stärken im Angriff gezeigt. Am Schluss hat der letzte Funke gefehlt, um das Spiel zu gewinnen.”

Positiv auf sich aufmerksam machten die Neulinge Serbien, Polen und Neuseeland. Die Neuseeländische Abwehr zeigte gegen den Finalisten von 2016, Brasilien, eine hervorragende Leistung und wehrte mehrere Bälle spektakulär ab. Auch die Stimmung im Team stimmt: Jeder Punkt wurde frenetisch gefeiert – Potenzial zum absoluten Publikumsliebling ist vorhanden. Dazu sorgten Polen startete dazu in das erste WM-Spiel überhaupt mit einem Satzgewinn gegen Italien. Den stärksten Eindruck der neuen Nationen machte aber Serbien. Bereits gegen Argentinien feierte die Mannschaft einen Satzgewinn, gegen Polen gab es dann den ersten WM-Sieg der Geschiche.
Neben Polen und Neuseeland warten aktuell auch noch Tschechien und Belgien auf den ersten Erfolg im WM-Turnier. Die Gelegenheit dazu gibt es am Mittwoch: Insgesamt 14 Begegnungen stehen von 13 bis 20 Uhr auf dem Programm.

Vor über 1.000 Zuschauern findet das Top-Spiel des ersten Wettkampftages zwischen Brasilien und Österreich statt. Und die Österreicherinnen finden in einer spannenden Begegnung besser ins Spiel. Die beiden Angreiferin Ines Mayer und Tatiane Schneider zeigen dabei eine starke Leistung und finden immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr. Nach einer Ausangabe von Mayer führt Brasilien das erste Mal 8:7 – und verwandelt in Person von Tati Schneider den zweiten Satzball zum 11:9. Etwas deutlicher wird es in Satz zwei. Brasilien führt früh, beim einer 7:4-Führung für die Südamerikanerinnen nimmt Österreich die Auszeit – ohne Erfolg. Mit einem kurz gespielten Ball verwandelt Tati Schneider bereits den ersten Matchball zum 11:5 und zum zweiten Brasilianischen Sieg im zweiten Spiel.
Share

U18-Weltmeisterschaften ein großer Erfolg

Vom 11. -15.07. fand die IFA 2018 U 18 World Championships mit insgesamt 14 Teams aus Argentinien, Österreich, Brasilien, Chile, Deutschland, Italien, Schweiz und den USA in Roxbury, New Jersey, USA statt. Erstmalig erfolgte damit die Vergabe einer Faustball-WM in die USA.

Um es vorweg zu nehmen – das Event war sowohl in sportlicher, aber vor allen Dingen in organisatorischer Hinsicht für die jugendlichen Teilnehmer und die Zuschauer ein voller Erfolg. Die Veranstaltung wurde in hervorragender Art und Weise durch die U.S. Fistball Association in Zusammenarbeit mit dem Roxbury Township Council und dem örtlichen Swim and sports Club of Flanders vorbereitet und durchgeführt. Von allen Seiten war man voll des Lobes für einen rundum gelungene Veranstaltung, die sicherlich vielen noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

Austragungsort war die weitläufige städtische Erholungsanlage der Stadt Roxbury, gelegen am Horseshoe Lake und somit auch erstmalig in einem öffentlichen Park. In der Pressekonferenz am Montag mit Vertretern der örtlichen Presse und Vertretern der Stadt Roxbury betonte Werner Adam als Northeast Region Director of the USFA, dass man bewusst einen öffentliche Anlage ausgewählt habe, um die Chance zu nutzen, Faustball in der Öffentlichkeit zu präsentieren und mit der Unterstützung der Stadt Roxbury den Faustballsport in der Region und in den USA mehr zu verbreiten.

Vor dem Beginn der Spiele fand am Dienstag Abend auf dem Veranstaltungsgelände der 2. Jugendkongress statt, zu dem die IFA Jugend und Sportkommission alle Vertreter der Mitgliedsnationen eingeladen hatte. Hauptthemen waren die Vorstellung der aktuellen Entwicklungen der IFA sowie die Präsentation der neu gegründeten IFA Fistball Academy.

Am Mittwoch starteten dann die Vorrundenspiele bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad. 8 Teams bei den Männern und 6 Teams bei den Frauen kämpften um an den ersten beiden Tagen um die Platzierungen für die erstmalig durchgeführte double-elemination-Runde am Freitag. Leider musste der Spielplan kurz vor Beginn der Spiele umgestellt werden. Die indischen Teams mussten kurzfristig ihre Teilnahme absagen, da die Delegationen nicht rechtzeitig die Visa für die Einreise erhalten hatten.

Nach der offiziellen Eröffnung der WM folgte am Mittwoch Abend nach den ersten Spielen die Einladung der Stadt Roxbury zu einem Buffet-dinner für alle Teams und Betreuer auf dem Veranstaltungsgelände. An den folgenden Tagen hatte der Swim and Sports Club of Flanders ein gemeinschaftliches Abendessen für alle Teams, Betreuer und Schiedsrichter auf dem vereinseigenen und herrlich gelegenen Clubgelände organisiert, bei dem sich vor allem die Jugendlichen auch außerhalb des Platzes kennen lernen konnten. Auch dies hat sicherlich zu einer tollen Atmosphäre rund um die WM beigetragen.

Schien bis einschließlich Samstag noch die Sonne, so begann der Finaltag am Sonntag mit Regen. Doch pünktlich zu den Spielen um die Medaillen waren wieder die inzwischen gewohnten 30 Grad erreicht. Im Rahmen der Platzierungsspiele gewann die USA gegen Italien bei den Männern erstmalig ein Spiel bei einer WM, die Freude darüber kannte beim Team keine Grenzen. Weiterhin schlug das chilenische Team nach über 6 Jahren im südamerikanischen Duell um Platz 5 bei den Männern Argentinien. Bei den Frauen gewann Chile klar gegen das USA-Team und belegte Platz 5. Im Anschluss gingen in den beide Spielen um Bronze die ersten Medaillen an das Team Austria. Das Finale der Frauen zwischen Deutschland und Brasilen war sicherlich in spielerischer Hinsicht der Höhepunkt der gesamten Veranstaltung und an Spannung kaum zu überbieten, und fand mit Deutschland einen glücklichen Sieger. Im anschließenden Finale der Männer setzte sich dann Brasilen deutlich gegen das Team Deutschland durch und wurde Weltmeister.

Alle Spiele auf dem Center-Court wiurden im Livestaem übertragen. Mit 20.000 Besucher des Livestreams wurde die WM auch medial sehr gut wahrgenommen. Auch die lokale Presse berichtete kontinuierlich von der WM.

Dieses für alle sicherlich unvergessliche Event und Abenteuer in den USA fand nach der Medaillienzeremonie seinen würdigen Abschluss mit dem gemeinschaftlichen Abendbankett im Swim and Sports Club of Flanders. Alle Teams und Betreuern, Schiedsrichtern und Offiziellen sowie den Vertretern der Stadt Roxbury und die Zuschauer waren hierzu eingeladen. Mit der Wahl der besten Spieler und Spielerinnen sowie der anschließenden großen Party erlebte diese rundum phantastische Veranstaltung ihre letzten Höhepunkte.

Diese WM wird vielen noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben.

[/wr_column][/wr_row]

Uwe Schneider
Vorsitzender der IFA-Jugendkommission