Kategorie-Archiv: World Games 2017

IFA-Präsident Karl Weiss dankt der IWGA für die Möglichkeit, seit 1985 Teil der World Games zu sein und hofft auf einen Frauenwettbewerb in Birmingham 2021

Anlässlich der Vorstellung der neuen IFA-OTT-Plattform www.ifa-fistball.tv hatte die IFA, erstmalig bei World Games, zu einem IFA-Empfang powered by Sportradar eingeladen. In Anwesenheit von IWGA Präsident José Perurena warb IFA Präsident Karl Weiss für die Idee, in Birmingham 2021 auch einen Frauen-Faustball-Wettbewerb durchzuführen. Faustball ist seit London 1985 mit einem Männer-Wettbewerb Teil der World Games. In dem spannenden Finale von Wroclaw verteidigte Deutschland mit 4:3 seinen World Games Titel.

“Die besten weiblichen Faustballerinnen haben es verdient, sich in Birmingham präsentieren zu dürfen. Ihr werdet ihr Faustballspiel lieben.“ Birminghams Sportdirektor Steve Mistrot wird aufmerksam zugehört haben, da er mit diesem Wunsch nicht zum ersten Mal von Seiten der IFA konfrontiert wurde. Zuletzt haben die Vertreter der IFA mit Birmingham am Rande der Sportaccord in Aarhus im Frühjahr 2017 über das Frauen-Turnier gesprochen. Das Sportprogramm für Birmingham wird nach der Evaluierung der World Games 2017 voraussichtlich in einem Jahr festgelegt werden.

Unter den zahlreichen Vertretern der anwesenden Sportverbände waren neben IWGA Präsident José Perurena auch die Präsidiumsmitglieder Anna Arzhanova, Lukas Hinder and IWGA Geschäftsführer Joachim Gossow sowie AIMS Präsident Stephan Fox and AIMS Generalsekretär Gerd Zimmermann, die gemeinsam mit IFA Ehrenpräsident Ernesto Dohnalek und Vertretern der teilnehmenden Teams den Empfang im Hotel Sofitel genossen.

Felix Graf, Direktor Digital Platforms International bei Sportradar, stellte das Herzstück der langfristigen Zusammenarbeit zwischen IFA und Sportradar vor. Im ersten Schritt umfasst die Zusammenarbeit die Nutzung von Sportradar OTT, einer innovativen Over-the-top (OTT)-Videoplattform. Die Plattform ifa-fistball.tv ging mit Beginn der World Games live, dank derer die Faustballfans bereits die Spiele im Online-Stream verfolgen konnten.

Mit der neuen „Over-the-top“-Videoplattform geht die International Fistball Association neue Wege und öffnet sich neuen Technologien. „Die neue Videoplattform bringt einen großen Mehrwert für alle Faustball-Fans, Vereine und Verbände. IFA-Fistball.tv soll sich zu einer zentralen Plattform entwickeln, wo alle Faustball-Events gezeigt werden. Es entsteht mehr Transparenz für alle Zuseher und man muss nach dem vollständigen Ausbau nicht mehr unterschiedliche Internetseiten ansteuern um das gewünschte Faustball-Event zu finden“, freut sich IFA-Generalsekretär Jörn Verleger. Vereinen und Verbänden steht die Plattform kostenfrei zur Verfügung um eigene Streams zu verbreiten. Auch für den Zuschauer entstehen selbstverständlich keine Kosten.

Startschuss für die Zusammenarbeit sind die World Games 2017 in Wroclaw (POL), wo bereits der Faustball-Bewerb von 22.-25. Juli live auf ifa-fistball.tv live gestreamt wird. Dazu finden sich künftig auch ausgewählte Highlightvideos zu den Spielen auf dem neuen Portal. Geplant ist nicht nur IFA-Bewerbe zu zeigen, sondern die Plattform für den gesamten Faustball zu öffnen und auch den einzelnen nationalen Ligen zur Verfügung stellen.
Die Vermarktung von Werbung und Sponsoring auf der digitalen Plattform sind ebenfalls Teil der Partnerschaft. „Die Partnerschaft mit Sportradar ist bewusst langfristig angelegt. Wir freuen uns, einen starken Partner an unserer Seite zu haben und wir uns gemeinsam weiterentwickeln wollen. Der innovative OTT-Ansatz entspricht genau unseren Vorstellungen. Die Plattform präsentiert sich im IFA-Outfit und wird auf unsere Bedürfnisse angepasst“, so Jörn Verleger.

„Die Zusammenarbeit mit der International Fistball Association ist ein weiteres Beispiel für die Nutzung unseres neuen Streaming-Produktes Sportradar OTT. Wir freuen uns in Zusammenarbeit mit der IFA der Faustball-Community eine zentrale Plattform bereitstellen zu können“, sagte Felix Graf.

Sportradar OTT ist das neue Videoplattform-Produkt der Sportradar AG, welches Sportrechtehaltern die Möglichkeit bietet über Online-Kanäle LIVE- wie auch Video-on-demand Inhalte direkt zu seinen Fans zu transportieren. Neben der Zusammenarbeit mit der International Fistball Association hat Sportradar OTT in den vergangenen Woche bereits Kooperationen mit dem Europäischen Handballverband (EHF), dem deutschen Fußballclub Eintracht Braunschweig sowie dem italischen TV-Kanal Sportitalia veröffentlicht.

Sportradar ist ein weltweit führendes Unternehmen im Verständnis und Umgang sowie Nutzung des Potenzials von Sportdaten und digitalen Inhalten mit mehr als 1.650 Angestellten an weltweit mehr als 30 Standorten. Das schnelle Wachstum des Unternehmens wird durch technologische Innovationen und ein tiefes Verständnis der Geschäftsanforderungen der Kunden begünstigt. Der Einsatz für hervorragenden Service, Qualität und Zuverlässigkeit macht Sportradar zu einem vertrauenswürdigen Partner von über 800 Unternehmen in über 80 Ländern. Sportradar nimmt eine einzigartige Position an der Schnittstelle der Sport-, Medien- und Wettbranche ein. Weitere Informationen unter www.sportradar.com

„Sportradar OTT“ basiert auf einem innovativen Ansatz, wie Rechteinhaber und Sportradar in Bezug auf audiovisuelle Rechte zusammen arbeiten können. „Sportradar OTT“ bietet Rechteinhabern eine maßgeschneiderte OTT-Plattform an, auf der die Rechteinhaber ihre eigene Marke und CI verwalten können. Beide Seiten bündeln dabei ihre jeweiligen Kernkompetenzen, wobei Sportradar sich um die technische Bereitstellung und Wartung der Plattform kümmert und den Verkehr durch ein bezahl- und/oder werbebasiertes Modell monetisiert, während sich der Rechteinhaber vollständig auf die Bereitstellung und Verwaltung der Inhalte fokussiert. Alle generierten Einnahmen werden geteilt, wodurch das Risiko und der Aufwand für die Verbände und Wettbewerbe jeglicher Größenordnung minimiert werden.

Im Verlauf des Abend stieß neben Michel Filliau, Berater des GAISF Präsidenten Patrick Baumann, und der Chef der GAISF Administration, Philippe Gueisbuhler auch der für die Zusammenarbeit mit den IFs zuständige WADA Direktor Benjamin Cohen hinzu.

Deutschland und die Schweiz kämpfen um Titel

Tageszusammenfassung – Montag, 24 Juli

Deutschland und die Schweiz stehen im Faustball-Endspiel bei den World Games 2017 in Breslau. Am vorletzten Wettkampftag setzten sich die beiden Teams im Halbfinale gegen Brasilien und Österreich durch und treffen am Dienstagnachmittag um 15 Uhr im Stadion Olawka aufeinander.

Zunächst gab es aber die letzten drei Vorrundenspiele – in denen sich am Ende Österreich als Gruppensieger und Deutschland als -zweiter behaupteten.

Österreich – Brasilien 3:1 (12:10, 12:14, 11:08, 11:09)
Das Duell der beiden punktgleichen Kontrahenten Österreich und Brasilien entwickelte sich zu einer engen Angelegenheit. Einzig in der Angabe taten sich beide Mannschaften schwer. Am Ende setzte sich Österreich mit einem 3:1-Erfolg durch.

Deutschland – Schweiz 3:2 (14:15, 12:10, 08:11, 11:07, 11:06)
In einem spannenden Spiel gegen die Schweiz konnte Deutschland knapp die Oberhand behalten. Der erste Satz wurde bis zum Äußersten ausgereizt und erst mit 15:14 von den Eidgenossen gewonnen. Deutschland holte sich Satz zwei, ebenfalls in der Verlängerung, versäumte es aber nach dem Satzausgleich entscheidend nachzulegen. Angeführt von einem starken Raphael Schlattinger gingen die Schweizer 2:1 in Führung Deutschland steckte aber nicht auf und schaffte einen 3:2 Arbeitssieg gegen die Schweiz.

Argentinien – Chile 3:1 (11:04, 11:08, 06:11, 11:09)
Im südamerikanischen Duell zwischen den beiden Nachbarnationen Argentinien und Chile, startet die argentinische Mannschaft deutlich besser, legt zwei Sätze vor. Chile verkürzt zwischenzeitlich auf 1:2, ehe Argentinien den Sieg perfekt macht. Morgen treffen beide Teams im Spiel um Platz fünf und sechs noch einmal aufeinander.

Im Halbfinale ging es dann um den Einzug ins Endspiel. Die vier besten Mannschaften des bisherigen Turniers hatten sich ein enges Rennen um den Gruppensieg geliefert – die Halbfinals gingen dafür überraschend deutlich mit jeweils 3:0 aus.

Halbfinale 1: Deutschland – Brasilien 3:0 (11:06, 11:05, 11:07)
Das erste Halbfinale zwischen Deutschland und Brasilien war eine klare Angelegenheit für den Titelverteidiger. Die Südamerikaner waren ihrerseits nicht in der Lage den amtierenden World Games Champion zu fordern. Steve Schmutzler und Lukas Schubert spielten groß auf und die brasilianischen Angreifer konnten in keiner Situation des Spiels die deutsche Abwehr unter Druck setzen.

Halbfinale 2: Österreich – Schweiz 3:0 (13:15, 09:11, 11:13)
Was für ein enger und spannender Kampf um den zweiten Platz im großen Finale. Alle Sätze sind hart umkämpft, am Ende hat das Glück aber immer das Schweizer Trikot an. Am Ende ist es ein Leinenball, der die Entscheidung bringt – und den Vizeweltmeister ins Endspiel von Breslau katapultiert.

Spannender Kampf um Top-Platzierungen in der Vorrunde

Tageszusammenfassung – Sonntag, 23 Juli

Der zweite Wettkampftag der Faustballer bei den World Games 2017 in Breslau hat für eine spannende Ausgangslage zum Ende der Vorrunde gesorgt. Mit der Schweiz, Deutschland, Österreich und Brasilien stehen gleich vier Nationen punktgleich an der Spitze. Während des Mittags musste der Wettbewerb aufgrund eines Unwetters und Spielfeldumzug für zwei Stunden unterbrochen werden.

Deutschland – Chile 3:0 (11:09, 11:04, 11:00)
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Angreifer Patrick Thomas und dem eher schwachen Start in das Turnier, meldet sich Deutschland im Spiel gegen Chile im Kampf um den Titel zurück. Die Südamerikaner ließen ab dem zweiten Abschnitt die echte Gegenwehr vermissen. Die deutsche Dominanz sorgte sogar zu einem Satz ohne Punktverlust – der bisher einzige in diesem Turnier.

Schweiz – Argentinien 3:0 (11:05, 11:08, 11:02)
Ähnlich deutlich siegte auch die Schweizer Nati gegen Argentinien. Zuvor war von beiden Teams eine Menge Geduld gefordert. Zum Mittag war ein heftiges Unwetter über die Anlage gezogen und sorgte für eine gut zweistündige Unterbrechung. Aufgrund der schlechten Bodenverhältnisse am Center Court wurde das Spiel auf den Trainingsplatz verlegt. Hier hatte die Schweizer Mannschaft das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle und ließ bei ihrem 3:0 Sieg keinen Zweifel über den Sieger aufkommen.

Brasilien – Chile 3:2 (10:12 , 13:11, 08:11, 11:07, 11:05)
Über die volle Distanz ging das Duell der beiden südamerikanischen Mannschaften Brasilien und Chile. Die Seleção war am Vortag mit zwei Siegen in das Turnier gestartet und bewies auch am zweiten ihre gute Form. Zunächst aber gab Chile den Ton an. Wie schon Österreich am Samstag gegen Österreich, schockten sie nun die Brasilianer mit der Satzführung. Brasilien schlug zurück, holte sich mit 13:11 den Satzausgleich, ehe sich im weiteren Verlauf eine packende Begegnung mit spektakulären Szenen auf beiden Seiten entwickelte. Chile legte wieder vor, Brasilien glich erneut aus. Im Entscheidungssatz machte dann die brasilianische Abwehr den Unterschied, die beinahe jeden Ball entschärfte.

Österreich – Argentinien 3:0 (11:03, 11:04, 11:09)
Eine starke Leistung in ihrem ersten Match des Tages zeigten die Österreicher. Mit Jean Andrioli, Martin Pühringer und Gustav Gürtler in der Offensive setzt sich die Mannschaft von Martin Weiß bereits früh in den ersten beiden Sätzen ab und fuhr in einem knapperen dritten den Sieg gegen die Südamerikaner ein.

Deutschland – Brasilien 3:1 (10:12, 11:03, 11:07, 11:05)
Für Brasilien setzte es im Duell mit Deutschland die erste Niederlage im Turnier. Kapitän Fabian Sagstetter, der im Angriff neben Lukas Schubert agierte, sorgte für viele Punkte – die brasilianische Defensive dagegen fand immer weniger Zugriff auf die Partie.

Schweiz – Österreich 3:1 (12:10, 11:05, 08:11, 11:08)
Im letzten Spiel des Tages musste dann auch Österreich seine erste Turnierniederlage einstecken. Im Nachbarschaftsduell mit der Schweiz endet der zweite Tag der entwickelte sich schnell ein Duell mit Chancen auf beiden Seiten. Am Ende setzte sich der Vizeweltmeister mit einem starken Raphael Schlattinger durch.

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Spannender erster Tag in Breslau

Tageszusammenfassung – Samstag 22. Juli

Der erste Faustballtag bei den World Games 2017 in Breslau hatte einige Überraschungen parat. Während sich Titelfavorit Deutschland nach dem Samstag in der Tabelle nur auf Platz vier befindet, führen Österreich und Brasilien die Rangliste mit zwei Siegen an. Überschattet wurde der Auftakt von einer Schulterverletzung des Faustballstars Patrick Thomas.

Deutschland – Argentinien 3:0 (11:01, 11:06, 11:08)
Es war gerade einmal ein Satz im Eröffnungsspiel gespielt, da stockte den Zuschauern im Olawka Stadion von Breslau der Atem. Nach einem kurz gespielten Ball des argentinischen Angriffs krachten Steve Schmutzler und Patrick Thomas zusammen, der zweifache Weltmeister aus Pfungstadt blieb nach dem Zusammenstoß auf dem Boden liegen – nach eingehender Untersuchung im Krankenhaus war das Turnier für ihn mit einer Schultereckgelenksverletzung beendet.
Gegen Argentinien brachte die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Neuenfeld die Partie dennoch ohne Satzverlust über die Bühne.

Schweiz – Brasilien 2:3 (11:06, 07:11, 11:09, 08:11, 11:13)
Das wohl spektakulärste Spiel boten die Schweiz und Brasilien im zweiten Durchgang. Satz eins holte sich der amtierende Vizeweltmeister, im zweiten glichen die euphorisch aufspielenden Brasilianer aus. Auf Weltklasseniveau ging es weiter, die Emotionen kochten dann im Entscheidungssatz, in dem Brasilien mit 13:11 die Oberhand behielt.

Österreich – Chile 3:2 (08:11, 09:11, 11:09, 11:08, 11:05)
Fast wäre es im Anschluss zum zweiten südamerikanischen Sieg gekommen. Stark spielende Chilenen verlangten Österreich alles ab. Österreichs Kapitän Jean Andrioli erwischte an seinem Geburtstag einen rabenschwarzen Tag und musste beim Stand von 0:2 das Feld räumen. Chile kämpfte bärenstark und hatte bei 9:7 im dritten Satz bereits den Sieg vor Augen, ehe Österreich zurückschlug und mit einem extrem jungen Team den 3:2-Sieg perfekt machte.

Brasilien – Argentinien 3:1 (11:07, 07:11, 11:08, 11:05)
Die Seleção unterstrich auch im zweiten Auftritt ihre Titelambitionen und gewann gegen Nachbarland Argentinien mit 3:1. Auch wenn das argentinische Team zwischenzeitlich zum 1:1 ausglich, Brasilien behielt die Kontrolle über das Duell und platzierte sich mit dem Erfolg auf den zweiten Platz.

Deutschland – Österreich 1:3 (08:11, 11:09, 08:11, 06:11)
Davor platzierte sich noch Österreich – und nicht wie eigentlich erwartet der Titelverteidiger aus Deutschland. Kurz zuvor war die schwere Verletzung von Patrick Thomas bekannt worden, der Mannschaft war diese Schockmeldung noch deutlich anzusehen. Eigenfehler, dazu das noch vom Duell gegen Chile euphorisierte österreichische Team. Nach zwischenzeitlichem Satzausgleich übernimmt Rot-Weiß die Regie und feiert mit ihren jungen Angreifern Gustav Gürtler und Martin Pühringer den ersten Sieg beim einem großen Turnier seit der Europameisterschaft 2012.

Schweiz – Chile 3:0 (11:04, 11:03, 11:08)
Die Schweizer „Nati“ feierte zum Abschluss des ersten Wettkampftages gegen Chile ihren ersten Sieg. Besonders in den ersten beiden Durchgängen hatten die Südamerikaner kaum eine Chance. Erst im dritten Satz kam Chile besser ins Spiel, verlor aber nach tollem Kampf schlussendlich klar in 0:3 in Sätzen.

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Faustball-Star Patrick Thomas verletzt sich schwer im ersten Match und muss Heimreise antreten

Im Auftaktmatch Deutschland gegen Argentinien verletzte sich Superstar Patrick Thomas bei einem Zusammenstoß mit seinem Mitspieler Steve Schmutzler schwer als beide Spieler zu Beginn von Satz 2 zu einem kurzen kurz geschlagenen Ball hechteten.
Nach einer Untersuchung im Krankenhaus von Breslau steht fest, dass Patrick Thomas eine Schultereckgelenksverletzung erlitten hat und morgen die Heimreise antreten wird.
Team Deutschland verliert damit mit dem 25jährigen 2-facher Welt- und Europameister sowie World Games-Sieger 2013 seinen Topspieler.

Dr. Giana Hexsel, Vorsitzende der Medizinischen und Anti-Doping Kommission der IFA erklärte hierzu in Breslau:
Das Schultereckgelenk – nicht zu verwechseln mit dem Schultergelenk – ist die feste Verbindung zwischen dem äußeren Schlüsselbein (Clavicula) und dem Schulterblatt. Mehrere Bänder halten das Gelenk in Position. Seine oberflächliche Lage macht es anfällig für Verletzungen.
Bei einer Schultereckgelenksprengung (auch Schultereckgelenkverrenkung genannt) werden die Bänder gedehnt, eingerissen oder zerrissen, die das Schultereckgelenk stabilisieren und zusammenhalten. Oft geschieht das bei einem Sturz oder Zusammenstoß.

World Games feierlich eröffnet

Tageszusammenfassung – Freitag, 22. Juli

Mit einer beeindruckenden Eröffnungsfeier im Fußballstadion Mijewski sind am Donnerstagabend die zehnten World Games 2017 in Breslau gestartet. Für die sechs besten Faustballnationalteams der Männer stehen nach einem Trainingstag am Freitag ab Samstag die ersten Vorrundenspiele auf dem Programm.
Fistball Inside – Nick Trinemeier (GER)

Fistball Inside - Nick Trinemeier (GER)
Nick Trinemeier im Interview mit Alwin Oberkersch bei „Fistball Inside“

Neben etlichen Show- und Musikeinlagen gehörten der Einmarsch der insgesamt 111 Nationen und die feierliche Eröffnung durch IOC-Präsident Dr. Thomas Bach zu den Höhepunkten. Besonders Juliano Fontura (Brasilien) und Raphael Schlattinger (Schweiz) werden den Einmarsch wohl nicht vergessen. Sie führten ihr Land unter großem Applaus als Fahnenträger in die gut besuchte Arena. „Es war ein unvergessliches Erlebnis“, berichtete Deutschlands Nick Trinemeier

Einen Tag später stand für die sechs Teilnehmerländer ein offizielles Training auf der Anlage des Olawka Stadium statt. Äußerst motiviert zeigte sich dabei das brasilianische Team. Nach einem kurzen Trainingsspiel mit dem südamerikanischen Kontrahenten Chile sprach Dao Schmidt in „Fistball Inside“ mit Alwin Oberkersch. „Dieses Jahr haben wir ein junges Team, wir werden sicher die Goldmedaille gewinnen“, so seine Warnung in Richtung der Konkurrenz.

Die erste Bewährungsprobe gibt es für die Auswahl Brasiliens im zweiten Spiel des morgigen Tages gegen den Vizeweltmeister aus der Schweiz. Deutschland trifft zum Auftakt auf Argentinien, in der dritten Begegnung treffen Österreich und Chile aufeinander. Insgesamt werden am ersten Faustball-Wettkampftag dieser World Games sechs Matches ausgetragen.


 „Fistball Inside“ – Teil 02

Fistball Inside – Teil 03

„Fliegende Fernandos“ bereit für Breslau

Wer aktuell Faustball im TSV Pfungstadt spielt kann von sich wohl eines behaupten: Teil des derzeit erfolgreichsten Teams im Männerfaustball zu sein. 10-facher Deutscher Meister in Serie, Champions Cup Sieger, Weltpokalsieger. Es gibt keine Mannschaft die dem Team aus der Nähe von Frankfurt gefährlich werden kann. Nicht verwunderlich also, dass auch eine große Anzahl an TSV-Spielern den Sprung in den Deutschen Kader zu den World Games geschafft haben. Sebastian & Patrick Thomas, Oliver Späth – und Ajith & Andrew Fernando werden vom 22. bis 25. Juli um den Titel bei den World Games spielen.

Andrew Fernando (DM 2014)
Andrew Fernando bei den Deutschen Meisterschaften 2014 in Schweinfurt-Oberndorf.

Gleich zwei Bürderpaare also, bei dem gerade das Fernando-Duo immer wieder durch spektakuläre Flugshows in der Abwehr beeindrucken. Angefangen haben beide ihre Karriere bei der TSG Tiefenthal. Keine zwei Kilometer waren es vom Wohnort bis zum Faustballplatz, auf dem Ajith die erste Bälle schlug und später Andrew mitnahm. „Der Trainer hatte Ajith damals gefragt, ob sein kleinerer Bruder nicht auch Faustball spielen möchte“, erinnert sich Andrew. Kurz darauf begleitete er seinen großen Bruder ins Jugendtraining und war begeistert. Gerade die Athletik und Dynamik am Faustball beeindruckt Andrew. „Mich hat es damals unglaublich fasziniert wenn ein Abwehrspieler sich hechten musste“ so der heute 27-Jährige. Mit der TSG folgten die ersten Teilnahmen an den Deutschen Jugendmeisterschaften – dann ging es für Ajith beruflich in Pfungstadt. „ Damals konnte man schon ahnen, dass in Pfungstadt in naher Zukunft etwas passieren wird“, schildert Andrew. Kurz danach ging es auch für ihn zum TSV, dem Zufall sei Dank. So hatte Ajith sein Handy bei seinem kleinen Bruder vergessen, Dieter Thomas, Coach der jungen Pfungstädter, meldete sich. „Er fragte mich wann ich den Pass vorbeibringen werde – Ich sagte jederzeit! Und so nahm das ganze seinen Lauf“, so Fernando.

Ajith Fernando (WM 2015)
Ajith Fernando bei den Weltmeisterschaften 2015 in Argentinien. Deutschland gewann die Goldmedaille.

Zwar bedeutete der Wechsel den Schritt aus der Bundesliga zurück in die 2. Liga, doch die Fernando-Brüder waren wieder vereint. „Mit meinem Bruder zusammen zu spielen kenne ich halt einfach nicht anders. Wir spielen quasi zehn Jahre zusammen. Zwar wünscht man sich manchmal auch nicht in einem Team zu sein, aber das ist nur selten der Fall“, erklärt Andrew.
So erlebte er gemeinsam mit seinem Bruder großartige Faustballveranstaltungen. „Es gibt so viele eindrucksvolle Erlebnisse im Faustball. Jede Meisterschaft ist ein tolles Erlebnis. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, denke ich, war die Reise nach Namibia zum Weltpokal ein besonders eindrucksvolles Erlebnis. Auch wenn wir den leider im Entscheidungssatz verloren haben. Aber die gesamte Reise mit anschließendem Urlaub war ein besonders eindrucksvolles Erlebnis mit Höhen und Tiefen“, funkeln seine Augen immer noch.
Seit 2016 sind Ajith und Andrew nun nicht nur auf dem Vereinsfaustballfeld gemeinsam zu sehen. In Grieskirchen (Österreich) gewannen sie mit der Nationalmannschaft die Europameisterschaft, zum ersten Mal ein Titel zusammen im Deutschland-Trikot. Der nächste soll nun in Polen folgen. „Wir wollen World Games Sieger werden! Dafür werden wir auch alles geben“, verspricht Andrew.


Neben den aktuellen Nationalspielern Patrick & Sebastian Thomas, sowie Niels & Jan Pannewig sind Ajith und Andrew Fernando das erst dritte Brüderpaar, das bei einer Weltmeisterschaft oder bei den World Games gemeinsam im deutschen Kader steht.

Bilder: Rouven Schönwandt

World Games 2017 werden mit Sportastic Faustball gespielt – Sportastic präsentiert Sonderedition mit frischem Design

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Mit einem frischen Balldesign in pink wird der Faustball-Wettbewerb bei den diesjährigen World Games in Wroclaw/Breslau (Polen) gespielt. Die Faustball-Wettbewerbe beginnen am Samstag, 22. Juli. Das Finale findet am Dienstag 25. Juli statt. Neben Titelverteidiger Deutschland haben sich mit Österreich und der Schweiz sowie den südamerikanischen Teams aus Argentinien, Brasilien und Chile die aktuell besten Männer-Nationalmannschaften qualifiziert. Der limitierte WM-Ball ist ab sofort erhältlich.

„Die World Games sind als Multisportevent das diesjährige Highlight für die Faustball-Nationalmannschaften,” sagt der Vorsitzende der IFA-Sportkommission und Technische Delegierte der World Games, Winfried Kronsteiner. „Die besten sechs Mannschaften haben ihr Startrecht wahrgenommen und werden in Polen vertreten sein,“ ergänzte Turnierdirektor Christoph Oberlehner. Die Spiele finden im renovierten „Olawka“-Sportkomplex drei Kilometer vom historischen Stadtzentrum der Europäische Kulturhaupstadt von 2016 entfernt statt.

Meldeschluss naht

Bereits Ende April mussten die Delegationsleiter eine Vorauswahl von möglichen Teammitgliedern an das Organisationskomitee schicken. Bis Anfang Juni haben die Nationaltrainer nun noch Zeit den Kader auf die finalen zehn Spieler zu reduzieren.

„Die Faustball-Familie und alle Fans dürfen sich auf einen überaus spannenden und attraktiven Faustball-Wettbewerb bei den World Games freuen. Die World Games sind als Multisportveranstaltung immer etwas ganz besonderes,“ freut sich IFA-Präsident Karl Weiß. Neben den zahlreich erwarteten Tagestouristen werden aus Deutschland und der Schweiz organisierte Fanreisen angeboten. Tickets sind unter theworldgames2017.com erhältlich.

Sportastic produziert Sonderedition „Limited 2017“ des offiziellen Spielball

Sportastic, exklusiver Ballpartner der IFA für den Faustballwettbewerb bei The World Games 2017, hat für die Wettbewerbe die Faustball Premium und Micro Nass in einem frischen Design als „Limited 2017“ Version herausgebracht. Der Ball ist ab sofort im Internetshop unter www.sportastic.com zum Preis von 89.- Euro erhältlich. Die qualifizierten Teams wird Sportastic mit einer Basisausstattung in den kommenden Tagen beliefern.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir erneut offizielle Ballpartner der Faustball-Wettbewerbe der World Games sind. Mit dem neuen Design wollten wir die Bemühungen des IFA Präsidiums, die Sportart Faustball noch attraktiver zu präsentieren, unterstützen“, sagt Sportastic-Geschäftsführer Thomas Stadler.
Sportastic_Thomas Stadler