Knapp 400 Delegierte aus 70 Ländern diskutierten beim 28. TAFISA World Congress praxisorientiert über die Entwicklungen und Herausforderungen der weltweiten „Sport for All“-Bewegung diskutieren. Die IFA war in diesem Jahr durch IFA Präsident Jörn Verleger, Generalsekretär Christoph Oberlehner, Erasmus-Projektmangerin Hanna Einsiedler und Eventleiter Sönke Spille vertreten.

Der diesjährige Kongress stand unter dem Motto „Sport for All: More together than ever“. Etwa 60 internationale Speaker, darunter IFA Generalsekretär Christoph Oberlehner, diskutierten in einem abwechslungsreichen, interaktiven Programm über Themen wie Inclusion, Active Spaces, Well-Being Knowledge & Expertise und Sportpolitik sprechen. Ein weiteres Augenmerk wird auf die Querschnittsthemen Peace, Youth, Major Sports Policy und Climate Change gelegt.
Zusätzlich fanden im Rahmen der Kongresstage auch Sitzungen für das von der EU geförderte Erasmus+-Projekt „INTERACT+“ statt, an dem die IFA beteiligt ist. Im Rahmen des Kongresstage wurden die nächsten Schritte im Projektvorbereitet und die kommenden Capacity-Building-Workshops (7./8. Dezember durchgeführt von der IFA in Linz) geplant und vorbereitet.

Die Teilnehmenden aus 70 Ländern forderten als Resultat des Kongresses in einer Erklärung mehr Ressourcen zur Umsetzung des Menschenrechts „Sport für Alle“

Nach vier Kongresstagen ist der 28. Weltkongress des internationalen Breitensportverbandes TAFISA geschlossen worden. Während dieser Zeit fanden insgesamt drei Plenary Sessions, 10 Parallel Sessions sowie drei „Sport for All“-Exkursionen und vier Abendveranstaltungen statt.
Die Kongressteilnehmer verabschiedeten eine gemeinsame Kongresserklärung (im Original nachstehend), in der sie die weltweite Politik zu intensiverem Handeln und mehr Ressourcen zur Umsetzung des Menschenrechts „Sport für Alle“ auffordern. Konkret wird im sogenannten „Call-to-Action“ zu orchestrierten Aktionen von Regierungen, dem privaten Sektor, Medien, NGOs sowie globalen und regionalen Institutionen aufgerufen. Ziel solle sein, „Sport für Alle zu einem Auftrag und nicht zu einer Option“ zu machen.
TAFISA-Präsident Wolfgang Baumann: „Während des Kongresses hatten wir die Möglichkeit, die positive Wirkung der Sport-für-Alle-Bewegung zu erleben. Die Erfolgsgeschichten und Statistiken, die ausgetauscht wurden, zeigen deutlich, welche nachhaltigen Unterschiede unsere gemeinsamen Bemühungen in der Gesellschaft bewirken können. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Kulturen aus allen Ecken der Welt zusammen. Dadurch setzte der Kongress auch ein starkes Zeichen für Frieden und gegenseitiges Verständnis zwischen den Menschen. Gemeinsam können wir die treibende Kraft für einen positiven Wandel sein und durch Sport für Alle eine bessere Welt für alle kreieren. More together than ever!“

Nach München 2003 war es das zweite Mal, dass der TAFISA World Congress in Deutschland gastiert hat. Der Kongress hat für die weltweite Breitensportentwicklung eine große Bedeutung, da internationale Akteure in den multilateralen Austausch treten, unter anderem auch mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), den Vereinten Nationen (UN) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und nationalen und internationalen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Im Mittelpunkt der Arbeit von TAFISA und seiner Partner steht das Menschenrecht „Sport für Alle“, das auf die ur-olympische Bewegung um Pierre de Coubertin zurückgeht.

Genauer Wortlaut der Kongresserklärung („Call-to-Action“) des 28. TAFISA World Congress:
Covid, Climate, Conflicts – the current crises that the world is facing are pushing people, societies, and countries apart.
We, the TAFISA World Congress participants, believe in the power of Sport for All as one of the very few unifying languages in the world.

The TAFISA World Congress provides a safe, welcoming, and inclusive platform where we talk, listen to and respect each other, and where we are able to exchange openly and work together.

This is a call for concerted action towards governments at all levels, the private sector, media, NGOs, global and regional institutions, across all sectors, to combine our complementary strengths and resources through the following actions:
• Implement Sport for All as a cross-cutting theme in all policy fields,
• Openly share and exchange knowledge and stories with the general public to increase impact,
• Recognise and support personal involvement through volunteerism and individual commitment to Sport for All,
• Invest people and resources in Sport for All as a means to contribute to the SDGs, and
• Make Sport for All a mandate and not an option.

Now is the time to act. More together than ever.
http://tafisa.org/sites/default/files/pdf/2023/TAFISA%20World%20Congress%202023_Call%20to%20Action.pdf